Akteneinsicht im FSB - Archiv

Ein großer Schritt zu mehr Offenheit !


Als bedeutsames Entgegenkommen wurden von - General Christophorov, einem der ranghöchsten FSB - Generäle- Filmaufnahmen und eigene Dolmetscher erlaubt. Es erfolgte eine Übergabe von persönlichen Gegenständen der Hingerichteten, sowie noch vorhandener Lichtbilder der strafgefangenen Deutschen, die einen Tag vor der Hinrichtung angefertigt worden waren. Kopien von Aktenseiten konnten bestellt werden. Ferner wurden auch bereits einige Kopien von Seiten übergeben. Einer Familie, die durch Verwechslung eine falsche Akte vorgelegt bekam, wurde an einem der nächsten Tage die ganztägige Akteneinsichtnahme ermöglicht. (Die Akte wurde mit dem persönlichen Wagen des Generals Christophorov aus einem über 100 km entfernten Außenarchiv herbeigeholt.) Viele der beteiligten Familien konnten nun entscheidende Erkenntnisse über Zusammenhänge und Gründe der Verschleppung ihrer Angehörigen gewinnen. Wir hoffen alle, dass in Zukunft auch die Möglichkeit, das Schicksal der Hingerichteten vollständig - d.h.- auch bezogen auf die in Deutschland abgelaufenen Vorermittlungen bis hin zur Preisgabe der deutschen Tippgeber und Denunzianten , gegeben sein wird. Zugleich hoffen wir auf eine zügige Weiterführung der Rehabilitierungsverfahren - auch bezogen auf zivildeportierte Deutsche, die ohne Verurteilung zu Zwangsarbeiten herangezogen wurden. Diese russische Geste der freizügigen Akteneinsicht für uns Betroffene und die in diesem denkwürdigen Jubileumsjahr- 60 Jahre nach Kriegsende- ermöglichte Gedenksteinaufstellung für deutsche Stalin- Opfer waren wichtige Schritte und dies sollte in der deutschen Öffentlichkeit , sowie Politik entsprechend gewürdigt werden!

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 Vor dem Gebäude mit Leseraum des FSB- Archivs in Moskau

vor der Akteneinsicht im FSB Archiv Moskau

 

All rights reserved by Ute Görge-Waterstraat - edition wahrzeit- 07/08/2005

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